Unsere sinnlose Arbeit

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Dass er seiner Zeit weit voraus war, zeigt diese Abhandlung aus dem Jahr 1933. Die vorliegende ungekürzte Wiederveröffentlichung ist hochaktuell:

„Der wirksamste Schutz der Natur ist die Hinfälligkeit des Menschen, seiner Werke und seiner Handlungen, deren Auswirkungen ihn früher oder später selbst vernichten müssen, weil ein Großteil seiner heutigen Handlungen allem Natursinn entgegengerichtet ist.

Die ständigen Bemühungen einzelner Menschen, die den Unsinn unserer Arbeit zu erkennen vermögen, sind leider wenig beachtete Mahnungen an die Mitwelt, die, mitgerissen von dem Getriebe der Zeit und verbildet durch Überspezialisierung, die Einzelheiten nicht mehr wahrnehmen kann, aus denen sich das gesamte Leben in der Natur aufbaut und erhält.

Leider sind die Mahnungen, doch endlich zur Vernunft zu kommen, nur Rufe in der Wüste.“

Damit seine Rufe nicht ungehört verhallen, hat Viktor Schauber-ger (1885 – 1958) unzählige Artikel und Briefe verfasst. Als er „Unsere sinnlose Arbeit“ veröffentlichte, war ihm klar, dass seine Sicht der Dinge ungeahnte Folgen haben würde:

„Die praktische Auswertungsmöglichkeit dieser Entdeckung bedeutet zweifellos eine vollkommene Umstellung auf allen Gebieten der Wissenschaft und Technik.

Die derzeit üblichen Maßnahmen in der Forst-, Land-, Wasser- und Energiewirtschaft werden prinzipielle Abänderungen erfahren. Selbst die medizinische Wissenschaft wird nicht unangetastet bleiben.“